Dienstag, 29. Mai 2007

IndoBoatTrip

Vorweg schon mal: Wow!! Aber fange ich von vorne an. Eddy hatte sich ja schon vorher für den boatstrip angemeldet, weil er die Jungs halt zum größten teil alle kannte und es ja eigentlich ein spanischer Trip werden sollte. Selbst Pedro der Kapitän und Ivan sein Sohn sind Spanier. Da ich Ivan durch Eddy vorher schon kennen gelernt hatte und er somit wusste wer ich bin, hat er mit seinem Vater gesprochen und uns letzt endlich mitgenohmen. Sind ja immerhin auch 200€ pro Person gewesen, die er damit auf seiner Habenseite einstreichen konnte! Geplant war dann eig. Den Abend bevor es los ging früh zu Bett zu gehen um morgens fit zu sein für den ersten Part! Doch leider keine Chance wenn man mit Basti und Eddy unterwegs ist!! Bis 24 Uhr habe ich im Internetcafe noch ein paar Dinge erledigt und wurde dann von den beiden mitgeschleppt. Um mich dann 2 stunden später aus dem Staub zu machen. Wie eine Prinzessin bin ich dann um 4 geweckt worden L ! Abgeholt vom Ivan und am Hafen angekommen haben wir dann die anderen Spanier kennen gelernt. Louis, sieht eigentlich mehr aus wie ein Italiener und ist ungefähr auf unserem Leistungsstand, ebenso wie …. Der wieder rum optisch total in den Stereotypen Spanier fällt. Mano, der mit Ivan zusammen auf Bali wohnt und zu den besten Surfern an Board gehört. Die beiden peruanischen Geschwister, beide über 30 super geil drauf und liebevoll Lobster getauft, weil sie immer Wasser auf der Haut haben mussten. Besonders …. War immer im Wasser und wenn mal nicht im Wasser hat er geduscht. Sein Sohn steht in Peru mit 13 vor der schweren Entscheidung Fußballprofi zu werden und nach Europa zu gehen oder weiterhin bei Billabong unter Vertrag zu bleiben und Surfprofi zu werden. Schade das ich nie die Wahl hatte :-D Oskar, dem man ebenso wenig wie den Peruanern wirklich so ein Leistungsvermögen zutraut wenn man sich seinen Bauch und Alter so anguckt, und von dem es die meisten Aktfotos der Tour gibt. Don Carlos, ein Freund von Pedro und der einzige Bodyboarder an Board. Über ihn ist während des Trips leider ein Surfer irgendwie drüber gefahren, so dass er die längste Narbe über den Rücken hat, die ich je gesehen habe. Und dann wären da noch Jordi und Injagi. Injagi ist ein ganz ruhiger Zeitgenosse, von dem ich glaube, dass er so ziemlich der Beste von allen war. Hat optisch ein wenig was von Kelly S. und ist leider 2 Tage wirklich krank gewesen. Tja und die beiden Deutschen Überflieger….. Obwohl wir als letztes an Board gekommen sind, hatten wir das Glück das noch kein Bett belegt war und ich denke jeder weiß was dann folgte…. Hab echt gut geschlafen...

2 Stunden hat die erste Fahrt gedauert, bis wir in Nusa Lembongan gegen 7 Uhr unserem ersten Spot angekommen sind. Puh, habe dann gleich mal feststellen müssen wohin die Reise geht. Wirklich powervolle Wellen auf scharfem Riff. Ohne Bootys hätte ich glaub nur noch Stumpen unten dran hängen. Bei Low-Tide war das Wasser am Ende Knietief. Am meisten Spaß dürfte Basti an diesem Tag gehabt haben…(muss gerade schon wieder schmunzeln)… nach seiner vierten Welle ging ihm immer wieder der Satz durch den Kopf: „Epoxy will last for live!“ Schön mittig durchgebrochen. Vorsicht also mit secondhand Epoxy! Glücklicherweise hat Pedro noch ein passendes Board für ihn dabei gehabt, sonst wäre das wohl eine schöne weitere Woche geworden. Gegen Dämmerung mussten 5 von uns dann feststellen wie es ist draußen auf dem Meer vergessen worden zu sein. Zu den Spots wurden wir immer mit Schlauchboot hin gefahren und wieder abgeholt. Dieses Mal ist die eine Hälfte aber vertieft im Pokern an Board nicht auf die Idee gekommen, dass da ja noch jemand draußen ist und die Besatzung ist derweilen mit anderen Indonesiern unterwegs gewesen. Zu unserem Glück hat uns ein anderes Boot dann zu unserem Mutterschiff zurück gebracht. Das gab Theater!

Über Nacht sind wir dann in Bangko-Bangko Lombok oder auch Desertpoint genannt angekommen, wo wir die nächsten Tage verbracht haben. Desertpoint gehört zu den bekanntesten Spots der Welt, so dass auch Namhafte Surfer wie Jamie O’Brien zu dieser Zeit die ein oder andere Welle geritten sind. Für uns Anfänger war zu Low-Tide aber nichts zu holen. Wellen bis zu 3 Metern. Basti und ich haben dann Videos gedreht, die ich demnächst unten links mal zum anschauen rein stelle, wenn sie denn geschnitten sind!!

Unwetter im Süden der Insel warf dann den eigentlichen Plan um und die Reise ging Richtung Gilis weiter, die zwar nicht bekannt für überragende Wellen sind, dafür aber die Möglichkeit bot an Land wieder unter Leute zu kommen. Nach Surf auf Gili Trawangan und anschließendem Dinner auf Schiff, ging’s dann fürs Nachtleben zurück auf die Insel. Trinkfest sind die meisten Spanier so wie es aussieht nicht und Videos gehen in die Kategorie „Members only“ ;-)

Essen an Board war wirklich richtig gut und auch immer reichlich. Ist immer was übrig geblieben. Spagetti, Mie & Nasi Goreng, Chicken und wirklich gute Salate, waren meistens Bestandteil des Mittag oder Abendessen. Zwischenddurch gab es immer Fruchtsalat und morgens zum Frühstück gab es Ei, Bacon, Müsli, Cornflakes, Toast, Kaffee, Tee, Milch, eigentlich alles was es an frühstück so zu geben hat. Ist alles kein Vergleich zum letztjährigen Bootstrip nach Flores. Das Gleiche gilt natürlich auch für das Boot an sich. Klimaanlage, richtig gute Betten, Sonnendecks, 2 WCs und Duschen und ne richtig gemütliche Innenkabine in der das ein oder andere Pokerspiel am Abend und Videoauswertung und DVD Abende möglich waren.

Eigentlich war es ja geplant Samstag zurück zu kommen, was sich wohl als falsch herausstellte. Jedenfalls sind wir Freitag ohne jeden weiteren Surf wieder in Sanur Bali eingelaufen. Haben versucht das noch über Eddy mit den Verantwortlichen zu Regeln, aber der war genauso angepisst wie wir und schließlich waren wir ja schon wieder zurück…Blödes Ende eines sonst echt genialen Surftrips!

Rafting

Am Tag vor unserem eigentlich geplanten Surftrip bin ich mit meinen Jungs aus der Mangga Bande und ihrem fast kompletten Batch auf einen der Berg hier auf Bali yum Raften gefahren. 2 Busstunden von zu Hause irgendwo in der Mitte der Insel befindet sich ein Affenpark, der direkt an einem Bergfluss liegt, von dem aus die Tour startet. Insgesamt waren wir glaube ich ca 10 Boote mit je 4 bis 5 Mann Besatzung. Und wie sollte es anders sein, wenn was passiert, dann auf meinem Boot!! Als erstes ist mir natürlich das Paddel durchgebrochen und das schon nach 10% der Strecke. Und so saß ich da im Boot, alle anderen am kämpfen und ich mit verschränkten Armen und natürlich ziemlich angepisst. Aber das konnte ich nicht, also haben wir kurzer Hand eines unserer anderen Boote geentert und von denen ein Paddel geklaut, um uns dann aus dem Staub zu machen. Das hat so viel Spaß gemacht, dass wir dann auch von anderen Booten Paddel geklaut haben, obwohl wir sie gar nicht brauchten! Aber wie heißt es so schön? “ haben ist besser als brauchen!” irgendwie haben wir aber bei einem der Manöver oder an einer Bergwand ein Loch ins Boot bekommen und jede Menge Luft im äußeren Ring verloren, so dass wir fast platt ins Ziel kamen und eines unserer vorher überholten Boote uns wieder eingeholt hatte. War im großen und ganzen eine super Sache, aber halt auch eine Touristenstrecke… ich hätte natürlich lieber gehabt, wenn ein bisschen mehr Aktion gewesen wäre und der ein oder andere über Board gegangen wäre oder wir umgekippt wären, aber dem war leider nicht so. Dafür war die Landschaft der absolute Wahnsinn! Neben der tollen Natur, war ein Stück Fels von ca 100m komplett mit stonecarving verziert, an dem 5 Künstler über 2 Jahre fast täglich gearbeitet haben.

Im Anschluss an die Tour gabs noch ein kleines Buffet, bevor es dann nach Hause ging, um sich langsam auf den Surftrip vorzubereiten.