Donnerstag, 21. Juni 2007

Fußballturnier

Für mich angefangen hat das Turnier ja leider erst mit dem 3ten Spiel. Samstag Vormittag noch die Präsentation unseres Projektes und gleich im Anschluss mit dem rechten Fuß tief ins ca.40km entfernte Changgo. Der Spielstätte eines alljährlich stattfindenden Fußballturniers, zu dem 12 Mannschaften eingeladen werden. Dieses Jahr also auch mit der Teilnahme eines deutschen Studententeams.

Nico hatte mich 2 Wochen vorher gefragt, ob ich nicht eventuell Lust hätte bei diesem Turnier mitzuspielen. Klar Lust immer, aber zeitlich und so war das halt so eine Sache. Ausserdem sollten die Startgebühren auch 300000Rupiah pro Spieler betragen. Egal nach fast 3 Monaten ohne gegen den Ball getreten zu haben, habe ich gebrannt. Inklusive war ausserdem 2 mal Mittagsbuffet und einmal BBQ Samstag abend, was beides ein absolutes Highlight war, Massagen wenn nötig und Getränke. Somit also eigentlich keine unkosten und echt alles vom feinsten. War also dabei. Schuhe vom Veranstalter geliehen, einmal beim Training dabei gewesen und die Sache war geritzt.

Ich also erst gegen frühen Mittag angekommen hatte die ersten beiden Spiele verpasst. Zu unserem oder besser zu meinem Glück hatten die Jungs die ersten beiden Spiele (2:1 und 4:0) auch ohne mich gewonnen und so war die perfekte Ausgangslage geschaffen. Für diesen Tag (Samstag) standen also nur noch 3 Spiele für uns aus, von denen wir noch 2 gewonnen und eins verloren (1:4)haben. Wichtig war es unter die ersten 3 zu kommen, damit man am Sonntag in der A Gruppe um den Cup mitspielen konnte. Wurden also 2ter und haben uns für die Finalgruppe qualifiziert. Hier standen abermals 5 Spiele aus und am Ende dann der Gruppenerste gegen den Gruppenzweiten. Für diesen Tag hatten wir uns keine Blösse gegeben und neben 2 Unendschieden die anderen 3 gewonnen.

Somit war klar, wir sind im Finale!!

Finalgegner war die Auswahl des Lokalen Fußball Teams Changgo, in dem nur Einwanderer aus unterschiedlichen Nationen gespielt haben. Userer Gruppenbegegnung ging 1:1 aus und somit war fürs Finale alles offen! Ihr Torwart war ein ehemaliger 2 Ligatorwart aus Offenbach, der fast alles gehalten hat und somit keinen Siegtreffer zuliess. Das Elfmeterschiessen musste her!

Zu meinem Pech war ich bei Spielende auf der Bank und durfte somit keinen Elfer schiessen, aber um es kurz zu machen, wir haben trotzdem gewonnen und somit den Cup geholt. Hätte es nicht für möglich gehalten, aber die Party hinterher war der Hammer, wie eine richtige deutsche Aufstiegsparty mit Bier aus dem Pokal und lauter tanzender Verrückte! Das Freibier hinterher haben wir zum größten Teil mit dem Team aus Singapore vernichtet, die an diesem Abend leider wieder zurück geflogen sind.

Wir also alleine auf dem Weg unseren Abend zu planen mit sämtlichen Fans im Gepäck. Als die erste Euphoriewelle vorüber war und wir uns alle ein wenig wieder runter gefahren hatten, kam der Mann mit dem Hammer. Alle, aber auch wirklich alle Spieler sind beim Planen des Abends eingepennt. Manche auf ihrem Stuhl, Flow musste auf dem Weg zur Toilete an einem Bett vorbei, was er nicht geschafft hat, Nico hat fast 2 Stunden im Bad verbracht und ich bin auf dem Boden eingechlafen. Somit fand die Party ohne auch nur einen Spieler statt. War über die 2 Tage aber auch mega anstrengend und auch das ein oder andere Extra Joss verliert irgendwann seine Wirkung. Was ich an dieser Stelle vielleicht nicht sagen sollte ist, das ich von Samstag auf Sonntag noch bis morgens um 7 feiern war und das Turnier schon um 9 weiter ging. Habe am Sonntag deshalb auch zwischen dem ein oder anderem Spiel mal die Augen zu gehabt, aber pshüüüd.

Last seminar

Ich weiß einige von euch werde ich jetzt vielleicht wieder langweilen, aber dieses mal wirklich zum letzten mal ein bericht über eines der Seminare! Da das ursprünglich geplannte letzte seminar ausfällt, da der dafür vorgesehene Professor aufgrund einer Professur nicht kann, ist es sowieso das letzte mal, dass ich davon berichte! Also dieses Seminar noch und dann, um es mal vorsichtig zu formulieren vorlesungsfreie Zeit. Denn dann stehen ja immernoch die Hausarbeiten und assignements ins Haus. Nun aber zum eigentlichen Seminar. Cost-Benefit-Analysis bei Frau Gfrerer. Frau Gefrerer ist eigentlich Professorin in Jakarta und auch das erste mal für den European-Overseas-Campus zu Gast. Da Sie eigentlich Masterstudiengänge unterrichtet, kann ich schon mal vorweg nehmen, dass es wieder alles andere als Zucker schlecken war. Vor dem Seminar hatten wir gehört, dass am Freitag alles vorbei wäre und wir somit keine Hausarbeit schreiben müssen. Denkste. Ihr eigentliches vorhaben war es, dass jeder von uns jeden Tag eine Präsentation und abwechselnd eine Tageszusammenfassung schreiben sollte. Hinzu sollten wir dann am Ende, also am Freitag ein Projekt vorstellen in 2er Gruppen, dass sich mit der Reduzierung der Armut in Indonesien befassen sollte. Dieses Thema haben wir aber erst am Mittwoch bekommen, mit der Einschränkung, dass es über die Verbesserung der Bildung gemacht werden sollte. Projektvorstellung sollte dann am Freitag sein und im Anschluss hätte Sie dann gerne eine 20seitige Beschreibung des Projekts. Da haben wir dann gleich erstmal Alarm geschlagen! Letzten endes haben wir es dann geschafft den 20seitigen Bericht zu umgehen, indem wir unser Projekt am Samstag vorstellen, dafür aber detailiert! Achja in diesem Seminar waren wir übrigens nur zu 4, da 2 von uns auf diese Credits verzichten konnten. Ich weiß gar nicht wie ich jetzt beschreiben sollte wie ich alles gemacht habe, aber eins kann ich sagen, Tageslicht habe ich nur zum Mittag gesehen. Freitag war ich dann sogar erst um 2a.m. im Bett, um dann um 6a.m.wieder aufzustehen um die Präsentaion nochmal zu lernen. Ich kan mich nicht errinnern, wann ich das letzte mal so unter Belastung war und ohne die Unterstützung meiner Hühner (meiner Mädels) hätte ich das auch nie gepackt. Letzten Endes war es auch ihr Verdienst (für mich ganz besonders Kathis), dass wir es geschafft haben. Die Mädels haben ihren verdienten Lohn mit einer 1,0 bekommen, während ich nach wie vor auf meine Note warte, da ich eine Hausaufgabe verspätet abgegeben habe. Denke aber auch ich werde in den nächsten Tagen meine Note bekommen. Um nochmal auf das Projekt zurück zu kommen, Kathi und ich haben uns ein Projekt ausgedacht, in dem wir durch die Verbesserung der Secondary Education in Indonesien die Armut reduzieren und somit den GDP steigern. Sollte unser Projekt in der Art und Weise realisiert werden können (was natürlich nicht möglich ist) würde das den GDP um 0,05% steigern. Was ein paar Billion Dollar wäre. ;-) War am Ende in jedem Fall eine witzige Sache! Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass meine Uni in Kiel diese Arbeit auch zu würdigen weiß!

Tage danach...

Aus Sumatra zurück und das 2 Tage später als geplant, habe ich mein erstes Seminar verpasst. Um ehrlich zu sein ist das in diesem Fall aber auch gar nicht so schlecht. Die Mädels haben wieder von morgens bis abends in der Uni sitzen müssen und das sogar mal bis kurz vor 24 Uhr. Hinzu kommt natürlich wieder eine Hausarbeit bzw. Assignement das es ebenfalls in sich hat. Von daher Glück im Unglück. Eigentlich dachte ich dann kann ich wenigstens viel surfen gehen, aber zu dieser Zeit war der Swell für mich eine Nummer zu groß. Hätte es lieber lassen sollen es zu versuchen! Am ersten Tag habe ich mir schön den Arsch meines Boards geschrottet und am Tag danach beim surfen mit Juni und Faso auf meinem kleineren Board 2 Wellen um die Ohren bekommen, nachdenen ich nur noch raus wollte. Faso und Juni sind übrigens 2 Indonesier aus Nias die wir hier kennen gelernt haben und beide mega geil surfen können. Juni hat sogar schon mal einen Contest gewonnen. Haben leider Angehörige beim Tsunami verloren, da Nias sehr stark betroffen war. Jedenfalls hängen wir mit den beiden relativ viel rum, nicht nur auf dem Wasser.

Eigentlich sollte unseres neues Seminar: Cost-Benefit-Analysis schon am Freitag beginnen und auch Samstag stattfinden. Aus gesundheitlichen Gründen war es unserer einzigen Professorin jedoch nicht möglich zu kommen, so dass auch dieses Seminar wie jedes andere auch ganz normal Montag morgen starten wird.

Zum Abschied unseres Professors Fischer-Chandal, der nun 2 Jahre auf Bali gelebt hat und nun nach Indien geht, waren wir bei ihm und seiner Frau Camlesh zum essen eingeladen. Neben wirklich hervorragendem Essen, netter gemütlicher Runde und Bekanntschaft mit Freunden, gab es hinterher eine kleine Bilderschau mit Fotos von unterschiedlichen Plätzen Indonesiens.

2 Tage später winkte schon das nächste Festmahl in Form eines riesigen BBQs mit Herrn Rehling von dem ich allerdings schon früher als die anderen gegangen bin, um Sharon vom Flughafen abzuholen. Mal sehen wie es ihr gefallen wird? Apropro Essen. Dieses Wochenende habe ich Bekanntschaft mit dem bisher besten Frühstück hier gemacht! Slim Gym im Tecor! Fruchtsalat (Ananas, Papaja, Banane, Melone und 2 Früchte deren Namen ich nicht weiß + geraspelte Kokosnuss), das Mega Müsli (was sie selber machen) auf Joghurt, geröstetes Brot mit Aufstrich, eine Kanne Tee und frischer Fruchtsaft für 2€...bin am nächsten Tag gleich wieder hin!

So morgen geht es los... Cost-Benefit-Analysis

Sumatra

Wochenende war dann wieder ähnlich wie einige andere zuvor. Surfen, Strand und Party. Dieses mal jedoch mit den Spaniern, die es auch verstehen können zu feiern.

Eigentlich war es ja gedacht diese Woche Assignements zu schreiben, da diese Woche aber auch die andere Uni frei hat, haben wir uns gedacht noch mal zusammen was zu machen. Während irgendeiner DVD meinte Basti, wir können ja mal Sachen packen und zum Flughafen fahren, gesagt à getan. DVD zu ende geguckt, Sachen gepackt und zum Flughafen gefahren. Leider für diesen Tag ohne buchbaren Erfolg. Doch nächsten Tag Dienstag 08 Mai sollte es losgehen. Denpasar – Jakarta. Vom Flughafen zurück wollte ich nur schnell ins Netz, weil ich eigentlich schon geschlafen hatte. Nachdem ich dann aber mit meiner Oma zu ihrem B-Day telefoniert hatte, fragte mich ne kleine Süße Italienerin ob ich aus Hamburg kommen würde? Mein Dialekt wäre so. Sie hat ein wenig zugehört und mich gefragt ob ich ein wenig was über Sumatra erfahren möchte, weil sie gerade 2 Monate dort gewesen ist. Klar!! Basti bescheid gesagt und dann noch mal 2 h zugehört und aufgeschrieben, was man in Sumatra denn so machen kann. Sie selbst ist auch ein halbes Jahr in Berlin gewesen und versteht daher einigermaßen gut Deutsch. Also nächsten Tag zum Flughafen und nach Jakarta geflogen.

Angekommen gleich weiter in die Büros der lokalen Fluggesellschaften und nach Weiterflügen geschaut. Padang oder Medan war der Plan. Den günstigeren Flug gab es dann nach Padang etwa 2,5 h später. Insgesamt haben uns dann die beiden Flüge mit Flughafensteuer und allem etwa 700000Rupiah gekostet, also 60€.

In Padang angekommen sollte unser erster Stopp 1 h südlich in Bungus sein, den wir an diesem Abend aber nicht mehr erreicht haben. Somit mussten wir irgendwo in Padang übernachten, was sich für unsere Preisvorstellung nicht realisieren lies. Nachdem wir endlich eine geeignete Indonesien Karte gefunden und gegessen hatten. War ein Tip eines Einheimischen ein relativ günstiges Hotel, in dem die Zimmer jedoch gestunken haben. Man darf sich bitte unter dem Begriff Hotel kein europäisches Hotel vorstellen. Sollte ich einmal in so einem schlafen, dann würde ich das erwähnen. Ein anderer Indonesier der in Padang Medizin studiert, hat uns dann noch zu 2 weiteren Hotels gebracht, die aber auch nicht besser waren. Egal wir waren müde und mussten schlafen und haben dann für 85000Rupiah im Loch übernachtet, aus dem wir am nächsten morgen gar nicht schnell genug wieder raus kommen konnten. Den ersten Angkot (gepimte Kleinbusse, für die man bis zu 2000Rupiah zahlt) haben wir dann wohl missverstanden, bzw. er uns oder er hat uns verarscht. Jedenfalls statt nach Bungus zu fahren, haben wir eine halbe Stadtrundfahrt gemacht und sind nachher da ausgestiegen, wo wir eingestiegen sind. Haben dann zum Glück einen Gefunden, der uns da hin gebracht hat, wo wir hin wollten. Veronica hatte uns gesagt das 1 h mit dem Boot entfernt einige unbewohnte Inseln sind, wo man schnorcheln kann und eine wunderschöne Sicht haben soll. Boot gechartert und n Mädel aus Amiland im Schlepptau waren wir schon auf dem Weg zu den Inseln, bis den Fahrern dann einfällt, dass der Motor für dieses Boot doch ein wenig zu groß ist. Wir also wieder zurück und Motor tauschen. Haben uns dann aber entschlossen ein wenig umzuplanen. Mit Bernd und Jasmin telefoniert, die auch gerade auf dem Weg nach Sumatra Padang waren, ob sie Interesse haben mit auf die Inseln zu kommen. 3 oder 4 h später waren sie da. Haben dann mit den Fahrern ausgemacht, dass Sie uns hinfahren und am nächsten morgen früh abholen, um dann die Inseln alle abzufahren. Haben also eine Nacht dort geschlafen und abends unter paradisischen Verhältnissen am Feuer dem nächsten Tag entgegengefiebert. Die Amibraut lag bei Basti und mir mit in der Holzhütte am Boden und wachte in der Nacht völlig apathisch auf, weil doch tatsächlich jemand versucht hat bei uns durchs Fenster einzubrechen. Wir vom schreien aufgewacht haben noch was weg laufen sehen um dann zu realisieren, dass wir am Abend all unsere Wertsachen in einer Plastiktüte auf unserem Tisch aufm Balkon liegen lassen haben. Aber darauf sind selbst die nicht gekommen! Ist alles noch an seinem Platz gewesen. „ma sagen, Glück gehabt“. Morgens früh aufgewacht erst einmal schwimmen gewesen und ein Ei gelegt, sind Basti und ich mal „kurz“ auf eine andere Insel rüber geschwommen, die dann aber doch weiter weg war als gedacht, aber egal, war nicht das letzte Mal!! Zu schade das man beim schwimmen schlecht ne Kamera mitnehmen kann! Aber die Inseltour sollte ja noch kommen und da haben wir dann auch Fotos machen können! Das Problem an solchen entlegenen Orten sind immer Moskitos ohne ende! Jasmin hat am Morgen bestimmt 60 Mückenstiche am Körper gehabt. Dafür wir nicht so viele ;-) Die Inseltour war der Wahnsinn! Zwar sind die Korallenriffe durch Sprengstofffischen zum größten Teil fast überall zerstört worden, aber trotzdem sind es immer noch wunderschöne Riffe, die wir zu sehen bekommen haben. An einer Insel zum Mittag angelegt sind wiederrum Basti und ich ans Festland von Sumatra geschwommen, um dort mal in den Dschungel zu gehen, aber nach 10m mussten wir wieder raus, weil uns die Moskitos sonst aufgefressen hätten. Stattdessen sind wir dann auf eigene Faust fischen gegangen, aber haben mit Hand leider nur einige Riesenmuscheln „fangen“ können. Die haben dann aber auch Hammer geschmeckt! Auf dem Weg zurück nach Bungus hab ich dann endlich mal eine der Riesenschildkröten gesehen.

In Bungus angekommen haben wir dann wieder n Angkot nach Padang genommen um von dort einen Transport nach Bukidingi zu nehmen, der ungefähr 3 stunden gedauert hat. In Bukidingi wollten wir am nächsten morgen zum Danau Maninjau, einem Riesensee, der im Lonely planet gementioned ist. Kann man mal gesehen haben, muss man aber nicht! Vom See zurück in Bukidingi wurde es dann eng mit unserem Bus zur Weiterfahrt nach Parapat, aber wir haben es natürlich geschafft. Der Bus bzw. die Fahrt war ein Abenteuer für sich, zu dem man auch Nightmare sagen könnte. 18h durch die Nacht mit einem Ghostrider keines gleichen, die Klimaanlage auf 0 Grad, die einzigen beiden Lichter im Bus direkt über uns, sowie auch die einzigen Boxen, über Strassen, die bei uns wohl nicht mal ein Navi finden würde (mussten für ein Teilstück sogar aussteigen und gehen). Direkt über mir war dann die Klima auch noch kaputt und hat die ganze Zeit auf mich getropft. Aber wir haben es überlebt, wenn auch nur knapp, aber überlebt.

Ziel der Busfahrt für uns war aber nicht Parapat, sondern die Insel Samosir, die Mitten in einem der wohl größten Süßwasserseen der Welt liegt. Die Insel ist so groß wie Singapore und hat einen kleinen „Ableger“ namens Tuk-Tuk, auf dem wir dann übernachten sollten. Vor dem Regierungswechsel vor weit über 10 Jahren war diese Insel bekannt für sein Nachtleben bei Vollmond, für das jetzt Thailand bekannt ist. Der Ableger ist voll gepackt mit kleinen Losmen, die alle super super günstig sind. Zu Fuß haben wir 1 bis 2 stunden einmal herum gebraucht. Für die ganze Insel braucht man mit dem Roller wohl ungefähr 4h. In Tuk-Tuk haben sich unsere Wege dann getrennt. Jasmin und Bernd wollten noch eine Nacht bleiben, die Amitusse ist auch abgehauen und Basti und Ich sind weiter nach Medan, um zum einen nach Bukit Lawang in die Orang Utan Gegend zu fahren und zum anderen Bastis Freundin aus Malaysia abzuholen. Die Busfahrt hat wiederum 4h gedauert. Auf der Überfahrt von Tuk-Tuk nach Parapat haben sich dann 2 Holländerinnen zu uns gesellt, die zwar einen anderen Bus genohmen, aber im gleichen Hotel übernachtet haben. Zwar ein wenig teuerer dieses mal, aber dafür mit Klima, warmer Dusche, und geilem Bett.

Auf Grund des nächsten Seminars wollte ich ja eigentlich an diesem Tag schon wieder nach Hause, aber das wurde leider nichts.

Bukit Lawang war noch mal das I Tüpfelchen! Auch wenns mir körperlich an diesem Tag echt scheiße ging, haben wir ne Dschungeltour 4h in den Dschungel rein gemacht und sind den Weg zurück geraftet. Dieses mal aber nicht mit richtigen Booten, sondern mit zusammengeschusterten Autoradschleuchen. Das war um einiges geiler als das Raften auf Bali. Leider gibt’s da keine Fotos von. Der Dschungel war auch der Hammer! Endlich mal nicht verdreckte Natur. Keine Plastiktüten, Colaflaschen oder anderes geschmare. Zwar konnte man schon über weite strecken sehen, dass wir nicht die ersten waren, die diesen Wald betreten hatten, aber dennoch war es ein Erlebnis, was ich jedem empfehlen würde, der mal hier unten ist! Orang Utans waren zwar nicht viele da, aber dafür hab ich sie live gesehen und sogar angegrabbelt. Zurück am Ausgangsort haben wir uns dann entschieden nicht in Bukit Lawang zu bleiben, sondern wieder nach Medan zu fahren um dort zu Übernachten. Sind dieses mal auf Grund von Regen nicht 3 sondern 4 h gefahren und haben anschließend noch 3 h ne bleibe für die Nacht gesucht. Nach 1 im Bett und um 6 Uhr noch was schon wieder raus zum Flughafen gefahren um noch 2 Flüge für den Tag zu bekommen. Der erste nach Jakarta ging zum Glück gleich ne Stunde nach Ankunft am Flughafen, hat dafür aber auch fast 50€ gekostet. In Jakarta angekommen habe ich dann ganze 70€ zahlen müssen, weil gerade Indonesische Ferienzeit war. So eine scheiße! Da hat der Rückflug dann zusammen doppelt soviel gekostet, wie der Hinflug. Aber egal! Das war mal ein Trip wie ich ihn mir vorstelle! Spontan und mit Highlights gespickt, leider kurz, dafür aber intensiv. Auf ein Neues!!!